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Kritik: WOW! Nachricht aus dem All

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Autor: Max Wrede
 
Der Weltall und deren angeblichen Bewohner haben die Menschheit schon immer fasziniert. Vor allem Kinder lieben Science-Fiction. Grund genug für Regisseur Felix Binder daraus einen Film für diese Zielgruppe zu inszenieren. Ob ihm das gelungen ist?
 
Eine Nachricht aus dem All!
 
Mit elf Jahren ist Billie (Ava-Elizabeth Awe) auf dem besten Weg, in die Fußstapfen ihrer Mutter zu treten, die als Astronautin das All erforscht hat. Begeistert vom Weltraum und der Kommunikation mit Außerirdischen trifft sie zufällig auf Dino (Felix Nölle), der ihre Faszination teilt. Nachdem sie gemeinsam an einem selbstgebauten Radioteleskop tüfteln, stoßen sie auf Signale von Außerirdischen?!
 
Niemand will ihnen glauben, auch nicht im ESA-Weltraumhafen, wo sie Antworten auf ihre Fragen suchen. Billie und Dino gehen auf eigene Faust auf dem Gelände auf Spurensuche und entdecken in einem geheimen Labor einen schwebenden Stein! Als sie von den Wachleuten entdeckt werden, müssen sie ganz schnell ein gutes Versteck finden … und landen durch Zufall in einer Rakete, die sie direkt ins All katapultiert – ein atemberaubendes Abenteuer beginnt!
 
 
Leider an der Zielgruppe vorbei!
 
Das Thema Weltraum, sowie Aliens ist an sich etwas, was uns alle, aber Kinder wohl im generellen fasziniert. Und Felix Binder hat mit seinem Film versucht dieses Gefühl zielgruppengerecht auf die Leinwand zu bringen. Mit beträchtlichem Aufwand, sowie der anfänglichen Ambition die Szenen im All sogar dort zu drehen. Etwas, wofür er, wenn es möglich gewesen wäre, durchaus grünes Licht bekommen hätte. Denn der Regisseur ist bisher mit der Umsetzung von Jugendstoffen auf der Erfolgswelle geschwommen ist. Vor allem seine CLUB DER ROTEN BÄNDER - Reihe dürfte wohl jedem bekannt sein.
 
Nur leider ist das Drehbuch von Autor Marc Meyer nicht spannend und abwechslungsreich genug, um die Kinobesucher in dieser Altersgruppe 100 Minuten gebannt auf den Sitzen zu halten. Etwas, dass dem MIA & ME - Autor eigentlich durchaus zuzutrauen gewesen wäre.
 
Der anfängliche Wow-Effekt als die Aliens sich melden verfliegt nämlich sehr schnell und es macht sich Langeweile breit. Etwas, das problematisch ist, weil die Aufmerksamkeitsspanne von Kids in diesem Alter generell sehr gering ist. Es läuft auch alles viel zu glatt. Bei der ESA gibt es im Film keine Sicherheitsstandards und man kann dort ungehindert Ein- und Ausspazieren. Sowie sich sogar in einer Rakete verstecken und im Weltall landen. Und dort ist auch alles easy. Man kann ungehindert alles erkunden, jeden Knopf drücken und zu Essen gibt es ebenfalls immer genug.
 
02 ©2023 Constantin Film03 ©2023 Constantin Film04 ©2023 Constantin Film04 ©2023 Constantin Film
 
Die Kids sind sogar in der Lage ohne Vorkenntnisse eine Rakete zu manövrieren und an einer Rettungskapsel anzudocken. Gut, jetzt kann man natürlich anmerken, dass es sich um eine fiktionale Verfilmung für Kinder handelt. Aber genau das Erschweren gewisser Dinge hätte zu einem Spannungsbogen geführt, welcher dem Film gutgetan hätte. Eine echte Bindung zu den Charakteren entsteht so leider nicht.
 
Sehen lassen können sich aber dafür die visuellen Effekte. Denn die wurden hochwertig umgesetzt. Egal ob beim Blick ins All oder den Szenen im Raumschiff. Zudem wurde das Thema Nachhaltigkeit, diesmal von Aliens vermittelt, in den Film integriert.
 
Und auch die beiden Kinderdarsteller Ava-Elizabeth Awe und Felix Nölle sind herausragend. Spielen im generellen sogar die erwachsenen Darsteller an die Wand. Außerdem konnten für Felix Binder´s Weltraumabenteuer unter anderem Schauspielgrößen wie Daniel Christensen (u.a. Eberhofer – Verfilmungen), Alvara Höfels (u. a. Tatort, Fack Ju Göthe), sowie Murali Perumal und Anatole Taubmann verpflichtet werden.
 
Fazit
 
WOW! NACHRICHT AUS DEM ALL ist ein Film, der mit großen Ambitionen für eine junge Zielgruppe umgesetzt wurde. Aber aufgrund seiner langweiligen Story bei der wohl leider nicht Punkten kann.
 
 
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